Verfasst von: PeterPan | September 17, 2007

Opel – oder Pleiten, Pech und Pannen

Während Mike neben mir auf dem Sofa genüsslich vor sich hin schnarcht, schreibe ich mal kurz für ihn was heute so kurioses passiert ist. Eigentlich fängt das kleine Desaster ja schon viel früher an. Es betrifft sein Auto. Seinen altersschwachen vor sich hin röchelnden, langsam in sämtliche Einzelteile zerfallenden Opel. Vor seiner Ausreise hatte er (das Auto) noch erfolgreich den TÜV überstanden.

Schon auf der letzten gemeinsamen Fahrt am letzten Wochenende im August nach Regensburg zeigten sich röhrende Auspuffgeräusche. Er wollte in Regensburg kurz unters Auto schauen, was denn da los sei. Was er dann auch tat. Nur da war kein kleines Loch, wie vermutet, sondern Folgendes: Hinter dem Katalysator und dem Schalldämpfer war das Rohr komplett abgerissen – etwa 2 Zentimeter Distanz zwischen den Rohrenden. „Mal so eben Schweissen“ – damit war wohl nix. Also fuhren wir Sonntags wieder unverrichteter Dinge – was den Auspuff betraf – zurück nach Zürich.

Dieses Wochenende fuhr er wieder nach Regensburg, um noch einige umzugstechnische Dinge zu erledigen. Dabei reparierte er mit Kollegen mittels einer Manschette den Defekt am Auspuff. Alles schien soweit wieder im Lot.

Heute gegen 17 Uhr erhielt ich einen Anruf. Mike würde in einem Parkhaus beim Bellevue stehen (sein Auto). Die Batterie macht keinen Mucks mehr. Tja, ich war mit dem „kleinen Schwarzen“ in der Arbeit, weil das Wetter es (noch) zuliess. Bei meinem Sportwagen kommt man nicht ohne weiteres an die Batterie ran. Und ein Starterkabel hatte ich ja auch nicht dabei.

Somit war Plan 1: Nach Hause fahren, Schilder wechseln, mit dem Benz zum Parkhaus fahren und überbrücken. Auf dem Weg zum Auto fiel mir meine Stammwerkstatt aus besten Benzzeiten „Böhler“ in der Flurstrasse ein. Da ruf ich doch Mal an, vielleicht haben die ja ein Überbrückungskabel vorrätig. Und es kam viel besser. Ich könne mir einen „Start Booster“ ausleihen, wenn ich diesen am nächsten Morgen wieder zurück bringen würde.

Gesagt – getan. Ich borgte mir den „Start Booster“ aus und fuhr mitten durch den Berufsverkehr zum Bellevue. Mike hatte unterdessen angerufen und mir mitgeteilt, dass er mittlerweile an der Bushaltestelle beim See nach der Brücke warten würde. Der Stau am unteren Seebecken war eine mittlere Katastrophe. Ich bin heilfroh, dass wir hier nicht jeden Tag vorbei müssen. Nach langem Stop-and-Go erreichte ich Mike an der Bushaltestelle. Ich lud den „Start Booster“ aus und Mike wanderte zur Tiefgarage.

Start Booster

Eigentlich war von mir geplant Richtung Casino weiter zu fahren, dort umzudrehen und dann auf Mike zu warten – ob der Booster erfolgreich sein Fahrzeug zündete. Doch der Verkehr liess es zu, dass ich die Strasse um den Bellevue nehmen konnte und hinauf Richtung Parkhaus steuern konnte. Dort parkte ich noch bevor Mike eintraf. Dann gingen wir zusammen zu seinem Auto, klemmten den „Booster“ an und Mike drehte den Zündschlüssel um. Es klappte.Nun war nur noch die Frage offen: Ist die Batterie hinüber oder der Laderegler. Beides ist nicht gerade erfreulich. Nun wird es echt Zeit, dass Mike sich ein anderes Auto anschafft. Gelegenheiten zum „Ansehen der Traumfahrzeuge“ hat er ohne Ende. Jeden Tag fährt er beruflich bedingt schon zwei Mal an mehreren Autoausstellungen in der Badenstrasse vorbei. Nun fehlt nur noch das nötige Kleingeld. Und so lang sollte der altersschwache Opel noch durchhalten.


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